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Oktoberfest im SOS-Kinderdorf Dießen

SchülerInnen des Otto-von-Taube-Gymnasiums veranstalten im Rahmen eines P-Seminars ein buntes Fest mit Spielaktionen

Seit Herbst letzten Jahres beschäftigen sich 16 Schülerinnen und Schüler des Otto-von-Taube-Gymnasiums Gauting im Rahmen ihres P-Seminars bereits mit SOS-Kinderdorf. Nachdem sie sich bei verschiedenen Veranstaltungen rundum über den Verein informiert hatten, beschlossen die Schüler, Mitte Oktober einen Aktionstag für die Kinder des SOS-Kinderdorfs in Dießen zu organisieren.

Dazu sammelten sie beim Tag der offenen Tür ihrer Schule mittels einer Tombola Gelder sowie Sachspenden und planten dann den Aktionstag.
„Im Oktober lag ein Dießener Oktoberfest nah“, kommentierte eine Schülerin und so kamen die jungen Leute alle in Tracht. Sie bereiteten liebevoll und engagiert verschiedene Spielaktionen vor: Sackhüpfen, Dosenwerfen, Schmuck basteln, Kinderschminken und Haare flechten, Lebkuchen dekorieren und tanzen. 

„Wir haben in Zeitschriften und im Internet nach beliebten Kinderspielen recherchiert“, so ein Schüler. Mit ihrer Auswahl landeten sie jedenfalls einen Volltreffer bei den Jungs und Mädels, von denen viele als Biene Maja, Prinzessinnen, Feen und Vampire geschminkt, Armbänder aus bunten Perlen aufzogen oder mit Hingabe schichtweise Zuckerguss und bunte Zuckerstreusel auf Lebkuchenherzen dekorierten. Nebenbei hüpften sie in Säcken um die Wette und feuerten mit Schwung die aufgetürmten Dosen zu Boden. 

Die Schüler des Otto-von-Taube-Gymnasiums sorgten mit ihrer Unterstützung und guter Laune dafür, dass die Kinder einen schönen Nachmittag verbrachten und zeigen: Eine soziale Aktion wie diese macht nicht nur denjenigen Spaß, für die sie geplant wurde, sondern auch denen, die sie organisierten.

Die intensive Auseinandersetzung mit SOS-Kinderdorf im Vorfeld trug dazu bei, dass diese Aktion ein so toller Erfolg wurde:

Im Zuge der Berufs- und Studienorientierungsphase veranstaltete das P-Seminar der Q11 am Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting einen Informationsnachmittag. Es war die erste Berufsinformationsveranstaltung, die von SOS-Kinderdorf unterstützt wurde. Zwei SOS-Mitarbeiterinnen schilderten den 14 Schülerinnen und Schülern zunächst, wie SOS-Kinderdorf hilft und warum die Arbeit des Vereins so wichtig ist. Außerdem berichteten sie über das SOS-Campus-Programm an Schulen. Hauptteil des Vortrags bildete jedoch die Berufsinformation, das heißt, die SOS-Mitarbeiterinnen erzählten, welche unterschiedlichen und spannenden Arbeitsbereiche es bei SOS-Kinderdorf gibt. Frau Moraw stellte die verschiedenen pädagogischen Arbeitsfelder vor, die man bei SOS-Kinderdorf findet, schließlich arbeiten für den Verein unter anderem Erzieher, Pädagogen und Therapeuten. Frau Braune erklärte, dass in der Geschäftsstelle vornehmlich Verwaltungskräfte wie Juristen, Buchhalter und Marketingexperten tätig sind. Daneben erfuhren die interessierten jungen Menschen auch, welche sozialen Kompetenzen für die jeweiligen Berufsbilder nötig sind und dass es auch möglich ist, Praktika bei SOS-Kinderdorf zu machen, um in einen Beruf erst mal „reinzuschnuppern“.

 

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Reinschnuppern in ein SOS-Kinderdorf durften die SchülerInnen drei Monate später. Um sich selbst ein Bild von SOS-Kinderdorf zu machen, fuhren 15 SchülerInnen des P-Seminars der Q11 ins SOS-Kinderdorf Ammersee-Lech nach Dießen am Ammersee. Zunächst schilderte ihnen eine SOS-Mitarbeiterin die Entstehungsgeschichte von SOS-Kinderdorf und die heutige Vereinsarbeit mit ihren aktuellen Angeboten und Projekten. Außerdem sahen die SchülerInnen einen Film über das SOS-Kinderdorf Ammersee. Danach hatten die ElftklässerInnen viele Fragen, vor allem der Alltagsablauf in den Kinderdorffamilien interessierte sie. Bei einer anschließenden Dorfbesichtigung erfuhr das P-Seminar, dass Spender und Förderer von SOS-Kinderdorf einen Großteil der Anlage und Projekte mitfinanzieren und deren Zuwendungen daher für die pädagogische Arbeit unabdingbar sind.
Die Exkursion hat den SchülerInnen der Q11 einen weiteren Einblick in die SOS-Welt verschafft, wobei den ElftklässerInnen besonders die realitätsnahen Berichte des SOS-Pädagogen gut gefielen.